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Menschen, Orte, Kultur.
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Wie alles begann

Das Flair von 1873 und der Duft der Wiener Mehlspeisküche.


Am 1. März 1976 pachteten Herbert und Anita Querfeld das Café Landtmann. Das Landtmann war damals zwar längst eine Institution, doch Infrastruktur und Ausstattung des Grand Cafés waren nicht mehr zeitgemäß. Andere traditionsreiche Kaffeehäuser verschwanden aus ähnlichen Gründen gerade von der Ringstraße. Doch wir, die Familie Querfeld, wollten dem Café Landtmann eine lebendige Zukunft sichern. Prominente Stammgäste unterstützten uns, eine Komplettrenovierung zu ermöglichen. Im Jahr 1982 war es soweit. Mit Mitteln aus dem Altstadterhaltungsfonds, des Bundesdenkmalamtes und der Familie wurde das Kaffeehaus monatelang liebevoll restauriert.

Herbert Querfeld wollte unseren Gästen aber nicht nur authentisches Ambiente, sondern zum Kaffee auch köstliche Wiener Mehlspeisen bieten. In den Kellergewölben des Landtmann wurde nun täglich frisch gebacken. Alles in Handarbeit mit klassischen Zutaten und nach traditionellen Rezepten. Zunächst waren Apfelstrudel & Co noch Spezialitäten von Chefin Anita Querfeld höchstpersönlich. Die Nachfrage wuchs stetig, daher wurde bald ein Konditor engagiert. Wie diese neue Mehlspeiskultur ankam? So gut, dass wir bald in einer kleinen Café-Konditorei im 2. Bezirk eine größere Produktion eröffneten, das ”K.u.k. Mehlspeis-Paradies”. Erstmals hatten wir durch die Kombination erstklassiger Patisserie mit einer einzigartigen Location eine Punktlandung in den Herzen der Gäste geschafft.


Der Anfang

Es begann mit einem beruflichen Neustart. Denn unsere Gründer, Herbert und Anita Querfeld führten eigentlich einen Elektrohandel, mit dem sie nach viel Erfolg letztlich aber Ausgleich anmelden mussten. Der weitere berufliche Weg war mehr als ungewiss. Vier kleine Kinder zuhause wollten versorgt werden. Insgesamt schwierige Zeiten für die Familie. Aber schließlich bot man Herbert und Anita Querfeld 1976 an, das traditionsreiche Café Landtmann als Pächter zu übernehmen. Dezent formuliert gab es um dieses Haus damals kein großes „G’riss“, wie man in Wien sagt. Zu diesem Zeitpunkt war vom Glanz und Ruhm des Grand Café aus dem Jahr 1873 nicht mehr viel übrig. Es war hinsichtlich Infrastruktur und Ausstattung generalrenovierungsbedürftig. Andere traditionsreiche Kaffeehäuser verschwanden aus ähnlichen Gründen gerade von der Ringstraße.


Mit Leidenschaft bei der Sache

Doch Herbert und Anita Querfeld verliebten sich in das Landtmann. Sie glaubten an sich selbst und wussten, dass sie sich hundertprozentig aufeinander verlassen konnten. Es war echter Pioniergeist, der sie darin bestärkte, dieses Abenteuer als absolute gastronomische Quereinsteiger zu wagen. Der Zustand der Kaffeehausinneneinrichtung war zwar sehr bedenklich, doch die Querfelds waren wild entschlossen, „ihrem“ Landtmann eine lebendige Zukunft zu sichern. Mit unermüdlichem Einsatz, viel Mut und Herzblut gelang es ihnen, das authentische Ambiente des denkmalgeschützten Kaffeehauses wiederherzustellen. Gäste kehrten in ihr geliebtes Landtmann zurück und wurden zu Stammgästen, viele davon sind es heute noch. Zum Kaffee wurden auch köstliche Wiener Mehlspeisen angeboten. Zunächst wurde in den Kellergewölben des Landtmann von der Chefin selbst täglich frisch gebacken. Alles in Handarbeit mit klassischen Zutaten und nach traditionellen Rezepten. Die Nachfrage wuchs stetig und der erste Konditor wurde eingestellt. Mittlerweile sind 35 Konditorinnen und Konditoren in Landtmann´s feiner Patisserie beschäftigt. Jedoch nicht mehr in den Kellergewölben des Café Landtmann, dafür in einer modernen und verführerisch duftenden Backstube im 23. Bezirk in Alterlaa.


Die Querfeld Generationen

Ab 1988 perfektionierten Tochter Andrea Querfeld - verheiratete Winkler - und Sohn Berndt Querfeld, gemeinsam mit den Eltern den "Landtmann Stil" in der Tradition des typischen Wiener Kaffeehauses. Nach dem gut geglückten Neustart des Landtmanns folgte 1992 das Café Mozart bei der Oper. Mittlerweile führt die Familie Querfeld 10 Häuser, die mit viel Gefühl und Geschmack ganz nach ihrem individuellen Potenzial ausgerichtet sind und unterschiedlichste Gäste anziehen. Es sind - so wie das Café Landtmann - lebendige Orte der Begegnung. Alle Standorte werden nun schon gemeinsam mit der 3. Generation von Familienmitgliedern geleitet - unterstützt von 350 großartigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.