Rund um den Kaffee

Der Kaffee, der heute in Europa getrunken wird, stammt zum überwältigenden Teil aus den Bohnen der Kaffeepflanzen Coffea arabica und Coffea robusta. Diese Pflanzen – manche sprechen von Kaffeebäumen, andere von Kaffeebüschen – zählen zu den Rubiaceen, zu denen auch das Labkraut und der Waldmeister gehören.

Ursprünglich stammt die Coffea arabica aus Äthiopien, wo man die belebende Wirkung ihrer Bohnen angeblich um 850 n. Chr. entdeckte. Die erste wildwachsende Coffea robusta fand man erst um 1860 in Uganda. Kultiviert wurde die Coffea arabica in Jemen um 1500, wo sie Bauern in terrassenähnlichen Gärten anzubauen begannen und wo man Kaffee auf Steinplatten röstete.

Von der arabischen Halbinsel ausgehend, fand der Kaffee rasch Verbreitung im gesamten osmanischen Reich. Im Zuge der 2. Türkenbelagerung Wiens kam er auch vor die Tore unserer Stadt. Ab diesem Zeitpunkt gewannen die Wiener am Kaffeetrinken immer mehr Gefallen, sodass Wien in den folgenden Jahrhunderten zu einer Stadt der Kaffeehäuser und der Kaffeekultur wurde.